ERP-News: Trotz Filialschließungen die Nähe zum Kunden nicht verlieren

ERP-News: Trotz Filialschließungen die Nähe zum Kunden nicht verlieren

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Immer mehr Kunden tätigen ihre Bankgeschäfte online oder mobil und suchen seltener eine Filiale auf. Es droht deshalb die Gefahr, dass vor allem im ländlichen Raum und dünner besiedelten Regionen Bankfilialen aus wirtschaftlichen Gründen schließen müssen. Sparkassen-Kunden etwa besuchen statistisch gesehen nur noch einmal im Jahr eine Zweigstelle, sodass nicht jeder Standort erhalten werden kann.

Trotz Filialschließungen die Nähe zum Kunden nicht verlieren
Trotz Filialschließungen möchten Sparkassen, die bislang für eine hohe lokale Verankerung und demnach eine große Kundennähe gestanden haben, weiterhin flächendeckend Angebote bieten. Darum lassen sie sich einiges einfallen: Der Sparkassen-Bus oder Kooperationen mit örtlichen Einzelhändlern sollen das Filialnetz und die persönliche Beziehung zum Kunden aufrechterhalten.
Vincenzo Fiore, CEO bei Auriga, kommentiert, mit welchen Möglichkeiten Banken ihre Kunden- und Ortsnähe sicherstellen können:

Präsenz durch Kooperationen
„Sparkassen in Deutschland machen es vor: Sie kooperieren mit lokalen Einzelhändlern, bei denen beispielsweise Geld abgehoben werden kann. So erhalten sie, ohne eine eigene Filiale mit Geldautomaten betreiben zu müssen, eine Präsenz vor Ort. Präsenz ist gerade in Deutschland ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Denn die Bundesrepublik ist mit knapp 1.900 Kreditinstituten einer der wettbewerbsintensivsten Bankmärkte Europas.

Eine weitere Möglichkeit, nah am Kunden zu sein, sind White-Label Financial Hubs. Verschiedene Banken können in diesen Filialen ihre eigenen, individuellen Services anbieten und gleichzeitig Filial- und Standortkosten sparen. Diese Ersparnis kann wiederum in persönliche Kundenbetreuung investiert werden. Eine Kooperation mit anderen Banken oder Dritten sollte nicht als Ausweg, sondern als Gelegenheit gesehen werden, gemeinsam zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln.“

Open Banking: Chancen ergreifen
„Open Banking hat den Finanzsektor und die Bankenbranche aufgemischt. Die API (Application Programming Interface) für Drittanbieter, die mit der kürzlich in Kraft getretenen PSD2-Richlinie obligatorisch geworden ist, fördert den Wettbewerb und treibt Innovationen voran. Durch die Bereitstellung von Daten eröffnen sich Banken und FinTech- Unternehmen ganz neue Geschäftsmodelle. Laut World Retail Banking Report 2017 von Capgemini und Efma glaubt knapp die Mehrheit der FinTech-Unternehmen (53,8%) aber auch eine Vielzahl von Banken (43,5%), dass sich branchenübergreifende Plattformen entwickeln werden. Hier werden sich ergänzende Services angeboten, von denen Endnutzer profitieren. Digital Natives sind an eine nahtlose Customer Experience im Handel gewöhnt und haben die gleichen Erwartungen beim Tätigen von Bankgeschäften. Finanzhäuser sollten bei Open Banking nicht nur den Mehraufwand sehen, die neuen Richtlinien erfüllen und die Programmierschnittstelle gegen Cyberangriffen schützen zu müssen, sondern vielmehr die große Chance, die sich dadurch ergibt: Denn mit attraktiven Angeboten und innovativen Produkten können sie wettbewerbs- und zukunftsfähig bleiben sowie die Kundenbindung stärken. Die heutige Technologie ermöglicht es Banken, passgenaue Services zu entwickeln und Kunden das zu bieten, was sie sich wünschen.“

 

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